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Günther


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Panorama Bahnhof Tanne 1925
Panorama Bahnhof Tanne 1925

  

Panorama Bahnhof Tanne 1925  (Bildnummer 758)
Beschreibung: Der Tanner Bahnhof besaß umfangreiche Gleisanlagen, wie auf diesem Panorama zu erkennen ist. Rechts sind die Schmalspurgleise der Südharzeisenbahn, links die Normalspurgleise der Harzzahnradbahn. In der Mitte zwischen beiden erkennt man die Rollbockgruben zum Spurwechsel.

Quelle: Christian Resow
Schlüsselwörter: Bahnhof, Eisenbahn
Datum: 31.03.2015 19:55
Hits: 2290
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Dateigröße: 78.3 KB
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Autor: Kommentar:
Günther
Administrator

Registriert seit: 02.02.2015
Kommentare: 9
Kommentar von Winfreid Schwarzbach

Einen interessanten Überblick über den Bahnhof Tanne vermittelt dieses
Foto, das vom östlichen Hang an der Ausfahrt nach Königshütte
aufgenommen wurde.
Im Jahre 1886 wurde die „Harzzahnradbahn“
der Halberstadt-Blankenburger Eisenbahn(HBE) in Betrieb genommen. Als
Endbahnhof besaß der neben den üblichen Anlagen für den Güter-und
Personenverkehr auch einen Lokschuppen am Gleisende Richtung Ort
gelegen.
Im einfachen Bahnhofsgebäude waren neben Wirtschaft und Diensträumen
auch eine Möglichkeit vorhanden, um Personal, das hier übernachten
musste, eine Unterkunft zu geben.
Mit der Eröffnung der 8,4 km langen SHE-Strecke ab Brunnenbachsmühle
musste der Bahnhof erweitert werden. So wurde das Bahnhofsgebäude
vergrößert, die alte Dorfschmiede abgerissen und das Gelände am
Nordhang für den Bahnbau vorbereitet.
Die SHE mündete auf der Westseite nördlich der HBE-Anlagen ein, ein
Bahnsteig-und Umsetzgleis befand sich hier.
Leicht auf das Niveau der HBE-Gleise fallend, führten die Gleise auf
den Betrachter zu und verzweigen sich.
Unterhalb des Bahnsteiges befanden sich Regel-und Schmalspurgleise so
nebeneinander, das die Wagenböden in einer Höhe lagen und somit
leichter umgeladen werden konnte. Ein Bockkran erleichterte die
Umschlagarbeiten zusätzlich.
Ebenfalls befanden sich hier ein Abstellgleis, auf dem zwei der
Trichterwagen für den Schottertransport stehen könnten.
In der Anfangszeit befanden sich erst eine dann zwei Rollbockgruben
dort, auf denen ganze Wagen der Regelspur auf die kleinen zweiachsigen
Fahrgestelle der Schmalspur gestellt werden konnten und somit das
aufwendige Umladen entfiel.
Da die SHE gebremste Rollböcke einsetzte konnten aus Richtung
Blankenburg kommende und abgehende Wagen im ganzen SHE-Bereich
transportiert werden.
Die GHE hatte diese Möglichkeit bis zum Schluss nicht eingerichtet und
die NWE verwendete ungebremste Rollböcke, die nur im Stadtgebiet
Wernigerode bis Steinerne Renne und von Nordhausen bis Ilfeld genutzt
werden durfte.
Später wurden die schmalspurigen Gleisanlagen umgebaut und die beiden
Rollbockgruben wanderten in den Vordergrund des Bildes, wo sie als
Reste noch bis etwa 1990 zu erkennen waren.
Für den Transport nach 1945 wurde einige Jahre noch über Sorge bis
Tanne Bahnhof gefahren, dann wenige Jahre später nur noch bis zur
Tanner Hütte, der Übergabebahnhof Tanne wurde stillgelegt.
Die HBE, später als Rübelandbahn bekannt, fuhr noch bis 1969 bis Tanne
im Güterverkehr, dann war auch damit Schluss.
Das Empfangsgebäude war noch jahrelang bewohnt, u.a. mit der Witwe
eines der Bahnhofsvorstehers, die ich einmal um 1970 von Nordhausen mit
dem Fahrrad kommend, besuchen durfte.
Eine Skizze des Bahnhofsgleisplanes war das stolze Ergebnis!
Dann folgte das übliche Schicksal alter Bahnhofsgebäude, langsamer
Verfall, Leerstand, Vandalismus und Abriss, schade drum, prägte es doch
jahrelang den östlichen Ortseingang von Tanne.
Bei den normalspurigen Gleisanlagen ist noch die Gleiswaage vor dem
Garten in Bildmitte zu erwähnen und natürlich der Lokschuppen hinten
links, in dem die übernachtende Zahnradlok bzw. eine der reinen
Reibungslokomotiven die dienstfreie Zeit zwischen Abend-und Morgenzug
verbringen durfte.
Das hier gute Umsteigemöglichkeiten zwischen beiden Bahnen
bestanden, ist sicher verständlich, die SHE kam in den dreißiger Jahren
täglich bis zu 6 mal nach Tanne!
19.07.2015 16:39 Offline Günther Sie müssen eingeloggt sein, um diesen Service nutzen zu können.



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